Hilfe bei Aufmerksamkeits­störungen: Achtsamkeitsübungen

Wenn die Gedanken immer wieder abschweifen und konzentriertes Arbeiten nicht möglich ist, können Achtsamkeitsübungen helfen.

Zielsetzung:

  • Mit Achtsamkeitsübungen trainieren Sie die Fähigkeit, mit der Aufmerksamkeit ganz bei einer Sache zu bleiben.

Prinzip:

  • Bei einer Achtsamkeitsübung wird ganz bewusst das wahrgenommen, was jetzt gerade in diesem Moment stattfindet.
  • Der Fokus wird auf nur eine Tätigkeit oder einen Gedanken gelenkt – alles andere bleibt außen vor.

Achtsamkeitsübungen:
Ein Becher Kaffee als Beispiel

Achtsamkeitsübungen lassen sich ganz einfach in die tägliche Routine integrieren. Hier ein ganz einfaches Beispiel: Kaffeetrinken.

  • Aufgabe: Trinken Sie Ihre Tasse Kaffee ohne dabei zu lesen, Musikzuhören oder Emails zu beantworten.
  • Durchführung: Wie riecht der Kaffee? Wie schmeckt der Kaffee? Ihre ganze Aufmerksamkeit ist nur der Tasse Kaffee gewidmet.
  • Sich selbst ertappen: Sie erwischen sich dabei, dass Sie in Gedanken abdriften? Dann heißt es: „STOPP“. Einmal großzügig lächeln, durchatmen, und sich wieder dem Kaffee widmen.
  • Tipp: Führen Sie diese Achtsamkeitsübung so oft wie möglich durch. So werden Sie auch bei anderen Aufgaben schneller erkennen, wann Sie in Gedanken mal wieder nicht ganz bei der Sache sind.

Weitere Tipps zur Durchführung von Achtsamkeitsübungen

Egal, ob Sie Ihre Achtsamkeit beim Kaffee trinken, Zähneputzen oder Geschirr abwaschen „trainieren“ – fest steht: Mental können Achtsamkeitsübungen eine echte Herausforderung darstellen. Vor allem für Ungeübte.

Daher gilt:

  • Führen Sie Achtsamkeitsübungen 1-bis 2-mal pro Tag aus
  • Die Achtsamkeitsübung sollte nicht länger als 2-3 Minuten dauern
  • Variieren Sie zwischen verschiedenen Achtsamkeitsübungen
  • Bleiben Sie geduldig mit sich